Was sind eigentlich Volkskrankheiten?

Volkskrankheiten werden im Allgemeinen als diejenigen Krankheiten bezeichnet, die nicht epidemisch sind und aufgrund ihrer gesellschaftlichen Relevanz, also der Verbreitung und der Bevölkerung und den wirtschaftlichen Auswirkungen, eine soziales Gewicht haben.
Der Begriff „Volkskrankheit“ wurde im Jahre 1832 vom Medizinhistoriker Justus Friedrich Karl Hecker eingeführt.
Im Wandel der Zeit waren es immer wieder unterschiedliche Krankheiten die als „Volkskrankheiten“ bezeichnet wurden. Spricht man heute von Diabetes, Bluthochdruck, Rückenschmerzen oder Migräne als Volkskrankheiten, so waren es früher Krankheiten wie Typhus oder Cholera.
Auch Krankheiten, die in früheren Zeiten nicht als Krankheitsbild identifiziert wurden und nunmehr einen Großteil der Bevölkerung betreffen, obwohl Sie auch in früheren Jahrzehnten sicherlich vorhanden waren, kommen immer wieder zum Vorschein.
Beispiele für den Wandel in der Wahrnehmung von Krankheiten sind beispielsweise Depressionen und Burn-Out.

Volkskrankheiten in der Zukunft

Laut einer Studie der Versicherung Barmer GEK liegen die „Depressionen“ aktuell auf Platz fünf der Volkskrankheiten (der häufigsten Krankheiten in Deutschland). Diese Verbreitung soll laut der Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO in den kommenden Jahrzehnten weiter stark ansteigen, so dass bis zum Jahr 2030 Depressionen das häufigste Krankheitsbild überhaupt sein werden.

Volkskrankheiten Dr. Klein